Vom 23.5. bis 28.5.2011 fand die „Invalidenstraße/Invalidstreet“ Projektwoche, die wir gemeinsam mit dem Verein DanceAbility (www.danceability.at) veranstaltet
haben, statt. Zentrale Themen des Projekts waren: Kunst im öffentlichen Raum, Barrierefreiheit und sensible Sprache. Stein des Anstoßes für diese Initiative
war und ist die Invalidenstraße im dritten Bezirk und die Auseinandersetzung mit dem Begriff „valide“ in unserer Gesellschaft.
Eine Woche lang konnten rund 70 TeilnehmerInnen aus über 10 verschiedenen Ländern die angebotenen Workshops besuchen und Diversität, Menschlichkeit und
Offenheit bei einer gemeinsamen Straßenkundgebung (die Route ging vom Stubenring zum Bezirksamt am Rochusmarkt) feiern.
Die Workshops beinhalteten: DanceAbility (Vera Rebl), Ästhetik der Unterdrückten (Barbara Santos), Graffiti (Jean-Guy Solnon), Trommeln und Percussion (Didier Pajot)
und erstmalig in Österreich einen „Madalena“ Frauenworkshop von Barbara Santos (Brasilien). Die Flora Performance der DanceAbility Gruppe und eine Podiumsdiskussion
zum Thema „Art for Social Change“ waren beeindruckende, ästhetische und interessante Bereicherungen für diese Projektwoche.
The project "ARTiculating values” seeks to promote intercultural dialogue not only amongst people from EU Member States and
MEDA-countries, but also amongst those with different social backgrounds in the respective countries, e.g. majority society and
minorities or migrants. The main aim is the development of core values, mutual respect, empathy and critical thinking.
"Moments, Places, Journeys" ist ein 2-jähriges Kooperationsprojekt zur Erwachsenenbildung mit Partnerorganisationen aus
Frankreich, Wales, Portugal und unseren lokalen Partnern von "danceability". Anfang Februar durften wir das erste Treffen zur
Vorbereitung dieses Projektes in Wien beherbergen.
Mehr Infos zum Projektverlauf gibt es auf der offiziellen Website des Projektes:
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser
Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin
enthaltenen Angaben.
Europäisches Bildungsprogramm
für Lebenslanges Lernen (Grundtvig Partnerschaften)
Im Dezember 2010 fand zum 25-jährigen Bestehen von Jana Sanskriti das Muktadhara IV Festival in Kolkata (Indien) statt.
Rund 200 TeilnehmerInnen aus über 28 Ländern nahmen an den Workshops in der kleinen Stadt Badu (Indien) teil, darunter auch
eine 6-köpfige Delegation aus Österreich. Beim "March for Solidarity" zogen über 10.000 Menschen durch die Straßen von Kalkutta -
ein unvergessliches und bewegendes Erlebnis.
Muktadhara Festival IV - A video by Uri Noy-Meir:
Priceless moments of joy at the TO festival celebrating Jana sanskriti's 25 year.
Solidaritätsfest für und mit Jana Sanskriti
Alegria - TdU Kärnten und TdU-Wien präsentieren, anläßlich des Weltforumtheaterfestivals:
Ein Fest für und mit Jana Sanskriti im Mädchenzentrum Klagenfurt.
Before Augusto Boal left us on the 2nd of Mmy of this year, he called for a world joker conference in Rio de Janeiro
for july 09. This conference took place between the 20th and the 27th of july.
One focus that TO-Vienna contributed to this conference was the idea of a network of women jokers in TO by and for and with
women within the theatre of the oppressed community.
The participation of Birgit Fritz at the Rio conference has been supported by the Austrian embassy of Brazil.
Building Transcultural Alliances and Solidarity
The collectively written (with inputs by Xris Reardon, Birgit Fritz, Michele Decottignies, Agneta Josephson and Mariana Villani)
During the World Forum Theatre Festival in Austria 2009 there was also a focus on women in TO.
A short statement about the situation of women jokers and the focus of the conference in Graz
Guest artist: Carolina Torres - Antigona Actriz
Eine beeindruckende und intensive Woche mündet in einer Performance - auch unser erster LIVE STREAM.
Leider konnten wir damit nicht ganz die 'Liftlosigkeit' des WUK überwinden.
Photos thanks to Alexandra Grill: www.alexandragrill.com
Workshop im Theater des Augenblicks
Im März 2009 war Hector Aristizabal in Wien zu Gast
Aus dem Projektzyklus 'Theater im Widerstand'
Ein paar Fotos vom Living Theatre Workshop mit Maria Nora im WUK.
Living Theatre Köln: http://livingtheatreprojektkoeln.net/
Die Veranstaltungen zum Zyklus 'Theater im Widerstand' wurden mit Unterstützung der Österreichischen HochschülerInnenschaft
durchgeführt.
DAS LABYRINTH DER GETANEN ARBEIT - LABIRINT OPRAVLJENEGA DELA V LEPENI - LABYRINTH OF WORK DONE
Im Juni verbrachten wir eine Woche in Zdravko Haderlaps a-zone, einem Bauernhof bei Bad Eisenkappel, Kärnten.
Iwan Brioc, Commmunity Artist aus Wales, konstruierte dort ein begehbares Labyrinth aus Haselnusshölzern und historischen
landwirtschaftlichen Geräten.
Das Labyrinth wird sich mit den Jahren verändern und verwachsen und ist so ein Symbol für Verfall und Vergänglichkeit.Gleichzeitig
war das Labyrinth Spielstätte für unser Sensory Community Theatre. Iwan Brioc arbeitet mit dieser Form des Theater, bei der es darum
geht die Sinneswahrnehmungen des gegenwärtigen Momentes zu zelebrieren. In einem Intervall von circa 5 Minuten durften die
BesucherInnen einzeln in das Labyrinth eindringen und seinem verschlungenen Pfad ins Innere folgen. Dabei begegneten sie immer wieder
Gestalten (SchauspielerInnen, z.T. des TdU-Wien), die ihnen Fragen und Gedichte, Schlagobers und Dunkelheit mit auf den Weg gaben.
Außerdem waren wir wandern, haben gemeinsam gekocht, ein Schaf geschlachtet und bei den Vorbereitungen zum Hoffest mitgeholfen.
Augusto Boal, einer der führenden Theaterpädagogen der Gegenwart, kommt im April 2008 auf Einladung des Justizministeriums nach
Wien und leitet einen eintägigen Workshop, an dem bis zu 40 RichterInnen, StaatsanwältInnen und RichteramtsanwärterInnen teilnehmen
können. Boals Arbeit weist vielfach Berührungspunkte zur Justiz auf: zum einen hat Boal das so genannte Legislative Theater
entwickelt, eine Form, die er als Abgeordneter zum Stadtparlament von Rio de Janeiro auch in der Praxis anwenden konnte. Zum anderen
leitet Boal in den letzten Jahren Projekte in diversen brasilianischen Strafanstalten.
Im Workshop, den Augusto Boal gemeinsam mit seinem Sohn Julian gestalten wird, werden die verschiedenen von Boal eingesetzten
Techniken vorgestellt - der Justizbezug wird dabei besonders berücksichtigt werden. Ergänzend wird Augusto Boal am 9.4. 2008 um
18.30 einen für einen breiten Personenkreis zugänglichen Vortrag im Justizministerium halten.
Veranstaltungstitel: "Theatre of the Oppressed - Begegnung von Theater und Justiz"
Ort: Bundesministerium für Justiz, Palais Trautson, Großer Festsaal, Museumstraße 7, 1070 Wien
Beginn: 18:30 Uhr
Vortragssprache: Englisch
Moderation: MMag.a Doris Obereder [Richterin]
Zur Person:
Augsto Boal (* 1931 in Rio de Janeiro, Brasilien) ist ein Regisseur, Theaterautor und Theatertheoretiker. Er ist der
Erfinder der Theaterformen „Theater der Unterdrückten“, „Forumtheater“ und „Unsichtbares Theater“. Sein Motto lautet:
„Schluss mit einem Theater, das die Realität nur interpretiert; es ist an der Zeit, sie zu verändern!“.
Er gilt heute als einer der bedeutendsten Theaterpädagogen unserer Zeit.
Veranstalter:
justizminsterium
Wiener Vorlesungen
Bundesinstitut für Erwachsenenbildung Strobl
Volkshochschule Wien
Afterparty: Nach dem Vortrag im Justizministerium im Sinne von Vernetzung und Vorfreude auf das TdU-Festival 2009, ein Fest
für die Szene im 3raumanatomietheater bei Hubert Kramar.
the multitude of theatre of the oppressed techniques: from theory to practice
art in progress (matthias thonhauser) co-organisiert ein projekt in kyrgyzstan zum aufbau eines regionalen dramapädagogischen
zentrums. das tdu kooperiert bei der organisation einer kyrgyzsischen konferenz mit dem thema "the multitude of theatre of
the oppressed techniques: from theory to practice"
die auch virtueller teil der kctos konferenz in wien war.
Im Juni 2007 besucht Sanjoy Ganguly zum dritten Mal das TdU-Wien und es gab einen Workshop mit Aufführungen am Uni-Campus,
ein Solidaritätsfest für Jana Sanskriti und einen Vortrag am Afroasiatischen Institut (aai) in Graz. Alex Carrascosa schenkte uns
einen Malworkshop der anderen Art.
Gernika Gogoratuz, Friedensforschungszentrum im Baskenland lädt im Rahmen ihres Encuentro de Arte y Paz im September zu einem
Schwerpunkttag zum Theater der Unterdrückten ein. In Zusammenarbeit mit dem TdU-Wien werden Chen Alon aus Israel und Iwan Brioc
aus Wales eingeladen. Aus diesem ersten Treffen ergibt sich eine kontinuierliche Zusammenarbeit im Rahmen unterschiedlicher Projekte.
Twin Vision Performance Projekt II handelt von sechs Menschen, die immer auf der Flucht, ständig der Willkür anderer ausgesetzt sind,
sechs Menschen die auf der Suche sind nach einer Heimat, nach Ruhe, einen ort ans dem sie sie selbst sein dürfen und ihre Träume
träumen und leben können
Die PerformerInnen von Twin Vision setzten ihre Arbeit von 2005 fort und erarbeiteten das von Augusto Boal geschriebene Stück
Mit der Faust ins offene Messer
Begleitet wurde die Produktion von Videoinstallationen, die die Aufführung unterstützen und erweitern sollte. Die Sprache der Performance
war ein multikulturelles Englisch, wobei das Theater dazu beitragen sollte Sprachbarrieren zu überwinden und eine gemeinsame
Körpersprache zu finden.
Aufführungen: 5. und 6.Mai, sowie 14.Mai 2006
Ort: Theater des Augenblicks, Edelhofgasse 10, 1180 Wien
Zwischen 22. und 31.Oktober 2006 fand das Theater der Unterdrückten Festival "Muktadhara II" in Kolkata (Indien) statt.
Unter Beisein von 80 internationalen Gästen und GästInnen gründete Jana Sanskriti die "Indien Federation of Theatre of
the Oppressed".
Mehr als 10.000 TeilnehmerInnen und AktivistInnen, zu 70% Frauen, eröffneten das Festival mit einem Marsch, der die Solidarität
mit Jana Sanskriti öffentlich kundgab und bei dem neun nationale und internationale Theatergruppen auftraten, darunter auch
das TdU-Wien.
Das TdU-Wien bei Muktsdhara II
Die relativ junge TdU-Gruppe, die bisher zu BürgerInnenbeteiligungsprozessen in Zusammenarbeit mit Gebietsbetreuungen tätig war
und in den letzten Jahren einen Schwerpunkt für transkulturelle Theaterarbeit in Wien mit den Methoden Augusto Boals
entwickelt hatte, beteiligte sich am Festival mit einer Generationen übergreifenden Frauen-Forumtheater-Performance.
Die beteiligten AkteurInnen waren TeilnehmerInnen des Twin Vision Performance Projekts und Gäste mit unterschiedlicher
Theatererfahrung und unterschiedlichen Alters. Das Stück wurde für das Festival erarbeitet und stellte die Gruppe vor viele
Herausforderungen persönlicher, politischer und künstlerischer Natur.
Die Konfrontation mit Indien ließ keine/n von uns unerschüttert und führte zu einem lebhaften Prozess der Hinterfragung der
eigenen Geschichte und Werte. Die Reise stand unter dem Motto der Suche nach der Solidarität, innerhalb der Gruppe,
innerhalb der Gemeinschaft der TdU-Praktizierenden, mit den zu Freundinnen gewordenen Frauen in Indien. - Ist Freundschaft
wirklich möglich, wo wir doch so unterschiedlich sind? Auch nach unserer Rückkehr verliert die Frage nicht an Resonanz.
Mittlerweile hatten sich in Wien einige neue Gruppen und Einzelpersonen gefunden, die an Vernetzung, Austausch und gemeinsamen
Trainings Interesse zeigten: inspiriert von Indien starteten im November 2006 die seither monatlich stattfindenden "Boal Labors".
Die Ziele der Labors sind Vernetzung, gemeinsames experimentieren, sie sind auch Informationsplattform zu Theater der Unterdrückten
relevanten Themen. Die Trainings variieren und die Strukturen sind offen für Veränderung. Verantwortlich für die Boal Labors
ist das TdU-Wien.
Was als einmaliger Versuch von ehemaligen TeilnehmerInnen der Lehrveranstaltung „Transkulturelle Theaterarbeit“ am Institut für Afrikanistik begonnen
hatte, entwickelte sich schließlich zu einer lebendigen, kontinuierlich in alle Richtungen wachsenden KünstlerInnen-Plattform, Twin Vision.
Eine alpenländisch-afrikanische Koproduktion
Vielschichtige Begegnung
Reisende Seelen
im Widerstreit mit dem Strukturprinzip der Weltzeit
Kinderlieder und Zungenbrecher
unheimliche Erstkontakte
Lebensweisheiten und
unzertrennlich Liebende
Kulinarische Angebote
Identitätsan- und -absagen
Mündend in goldene Schokolade!
Operiert wird an einer Fülle von Individuen durch vorsichtiges Herantasten
an Körper, Rhythmus, Wort und Klang
PerformerInnen: 20 + AkteurInnen aus
Nigeria, Österreich, Äthiopien, Italien und Liberia
Aufführungen: 29., 30. April und 27. Juni 2005
Ort: Theater des Augenblicks, Edelhofgasse 10, 1180 Wien.
Von 2003 bis 2005 kam es zu einer intensiven Zusammenarbeit zwischen dem TdU-Wien und verschiedenen Gebietsbetreuungen in Wien:
Im 16. Wiener Gemeindebezirk kam es zu drei Forumtheater-Aufführungen im Sandleitenhof und in der Koppstraße, im 3. Bezirk zu einer
im Waldbrunnerhof und eine weitere fand im Sigmund-Freud-Hof im 8. Bezirk statt.
Die Stücke handelten von Konflikten zwischen Jung und Alt, zwischen den so genannten Alt- und Neo-ÖsterreicherInnen, dem Umgang mit dem Müll,
Vandalismus, den ‚Hundstrümmerln’ und der Verantwortungsübernahme für eine gemeinsame Hofgestaltung.
Im 16. Bezirk kam es zu zwei weiteren Projekten: dem Projekt „Erinnerungstheater“ gemeinsam mit der Kooperativen Mittelschule Koppstraße 110 und dem
Projekt Fleminghof, an dem mehrere städtische Einrichtungen beteiligt waren(Kinderfreunde, Back on Stage, Wiener Wohnen u.a.).
Ein Artikel über diese Projekte, der auch im Buch „Theater macht Politik“ (2006) in der AG SPAK erschienen ist, befindet sich bei unserer LITERATUR,
ebenso der Dokumentationsbericht über das Projekt „Erinnerungstheater“, der im Auftrag der Magistratsabteilung 50 – Wohnbauforschung - verfasst wurde.