
Das Madalena-Laoratorium ist ein Raum nur für Frauen. In einer szenischen Erfahrung, die die
Besonderheit von Unterdrückungssituationen untersucht mit denen Frauen konfrontiert sind, wollen
wirksame Maßnahmen zu ihrer Überwindung gefunden werden.
Der Arbeitsprozess folgt den Ressourcen ästhetischer Ausdrucksformen und Narrativen.
Der Ausgangspunkt ist der Körper der Frau, der im Laufe der Jahrhunderte, geschützt und zensiert
durch den männlichen Körper, verborgen blieb und heute den Schaufenstern der Mediengesellschaft als
Blickfang dient. Ein nackter, zur Schau gestellter Körper, sinnlich und trivial, neu erfunden und
ausgewrungen auf Plakaten, Zeitschriften und Modeschauen. Ein Körper, der zum Verkaufsträger für
jegliches Produkt gemacht wurde und an dem sich der Kampf zwischen (moderner und/oder archaischer)
Kultur und grundlegenden Menschenrechten entspinnt.
Kann eine Frau Spiegel einer anderen sein?! Ist es möglich, einen Raum der Forschung und der
Partizipation zu begründen, in dem Scham, Schuld und Wettbewerb dekonstruiert werden und Vertrauen
sich etabliert? Welche Verführungen, Obsessionen, Wünsche, Verletzungen, welche Widersprüche und
Träume können wir im dritten Jahrtausend teilen? Welche traditionellen Rollenbilder sind im heutigen
„Frau sein“ noch präsent? Welche Konditionierungen? Was sind die Alternativen? Welchen Platz wollen wir
einnehmen?
Für September 2012 ist ein internationales Madalena Festival in Berlin in Planung.
Koordination und Initiative kommen von Barbara Santos und Kuringa Zentrum in Berlin.
Kuringa - Barbara Santos
Blog - Madalena Teatro das Oprimidas
Work in Progress:
Die österreichischen Madalenas bereiten sich vor.
Mehr Information folgt bald an dieser Stelle.